Tauchsafari
Nordtour 2009
Schiff: Ghazala Voyager, Tauchcenter: Sinai-Divers
Man
stelle
sich
vor,
man
sitzt
im
Büro
und
der
Chef
schlägt
eine
Reise
vor,
bei
der
man
vorwiegend
das
tun
soll,
was
man
eh
jeden
Tag
macht.
Gewissermaßen
einen
Arbeitsurlaub
also.
Niemand,
der
sein
25jähriges
Dienstjubiläum
hinter
sich
hat,
würde
sich
da
wohl
in
Freudentänzen
ergehen.
Nun
ja,
wir
sind
nicht
im
Büro
und
Tauchen
ist
weit
entfernt
von
staubigen
Akten
und
lästig
summenden
Computern.
Kein
Wunder
also,
dass
das
Angebot,
eine
Tauchsafari
für
Tauchlehrer
zu
veranstalten,
eine
gewisse
Resonanz
gefunden
hat.
Und
nur
wer
sich
rechtzeitig
angemeldet
hatte,
durfte
als
einer
von
16
auf
der
Ghazala
Voyager
einchecken.
Das
Schiff
empfing
uns
bei
bestem
Wetter
im
Hafen
von
Sharm
el
Sheikh.
Und
das
Einzige,
was
wir
zu
schleppen
hatten,
waren
wir
selbst.
Denn
nach
Taschen
und
Koffern
hatten
schon
am
Flughafen
hilfreiche
Hände der Sinai Divers gegriffen.
Nach
einem
wohltuend
unbürokratischen
Einchecken
und
Beschnuppern
der
Unterkünfte,
gab
es
erstmal
was
zu
essen.
Und
dem
Essen
folgte
eine
gemütliche
Unterhaltung,
bei
der
man
sich
gegenseitig
vorstellte
und
am
Ende
auch
schon
mal
die
ersten Pläne für den Verlauf der Tauchtour schmiedete.
Tja,
auch
als
Tauchlehrer
schläft
man
nicht
jeden
Tag
auf
einem
Schiff.
Und
obwohl
es
im
Hafen
lag,
sorgte
das
fremde
Bett,
das
einen
sanft
im
Spiel
der
Wellen
wiegte
und
nicht
zuletzt
das
ständige
Kommen
und
Gehen
von
Schiffen,
für
einen
recht
wachen Schlafzustand.
Umso
leichter
fiel
das
morgendliche
Aufstehen,
getrieben
von
Neugier
und
Erwartung,
denn
ein
fester
Plan
für
die
Route
der
Tauchtour
existierte
nicht.
Dies
ließ
natürlich
Spielraum
für
den
ein
oder
anderen
Wunsch.
Zwar
gehörte
der
obligatorische
Checkdive nicht dazu, ist aber auch für Tauchlehrer ein sinnvolles Unterfangen.
Ras
Kati
hieß
daher
der
Tauchplatz,
den
die
Voyager
anlief.
Nicht
weit
vom
Hafen
entfernt,
war
der
erste
Tauchgang
der
Tour
sozusagen ein letzter Test, bevor man für die nächsten 6 Tage den heimatlichen Hafen verließ.
Leider
war
es
nicht
für
alle
ein
erfolgreicher
Test.
Und
die
Ruptur
eines
Trommelfells
bedeutete
für
einen
der
Teilnehmer
das
taucherische
Aus.
Umso
bewundernswerter
war
die
Haltung,
mit
der
er
dies
ertrug
und
mit
dennoch
guter
Laune
zur
guten
Atmosphäre an Bord beitrug.
Nachdem
die
Sonne
im
November
auch
in
Ägypten
recht
früh
und
überdies
sehr
schnell
untergeht,
stand
sie
schon
recht
tief
am Himmel, als das Schiff den Nationalpark Ras Mohammed erreichte. Und nach einem ausführlichen Briefing startete der
Datum
20.11.2009
20.11.2009
20.11.2009
21.11.2009
21.11.2009
21.11.2009
22.11.2009
22.11.2009
22.11.2009
23.11.2009
23.11.2009
23.11.2009
23.11.2009
24.11.2009
24.11.2009
24.11.2009
25.11.2009
25.11.2009
25.11.2009
Tauchplatz
Ras Kati
Yolanda Riff, Shark Riff, Anemone City
Last Alternative (Nachttauchen)
Dunraven (Wrack)
Carnatic (Wrack)
Ghiannes D. (Wrack)
Rosalie Moller (Wrack)
Thistlegorm (Wrack)
Thistlegorm (Wrack)
Eel Garden, Canyon, Shark Observatory
Ras Za'adar
Ras Ghozlani
Temple (Nachttauchen)
Jackson Riff
Woodhouse Riff
South Lagoon Outside
Thomas Riff
Gordon Riff
Ras Umm Sid
Tiefe
23,0
15,5
11,0
28,0
24,0
21,5
36,3
28,0
24,6
37,5
29,5
21,5
16,9
35,7
26,9
16,9
39,8
21,8
26,5
TG
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
Zeit
39
59
30
52
55
62
40
50
53
61
60
63
45
59
63
53
62
54
57
dortige
Tauchgang
am
Yolanda
Riff,
an
dessen
westlicher
Seite
uns
die
Zodiacs
absetzten.
Über
die
Überreste
der
dort
gesunkenen
Yolanda,
deren
Hauptrumpf
nun
allerdings
auf
160
Meter
Tiefe
liegt,
ging
es
zur
küstennahen
Seite
des
Shark Riff und von dort weiter zu Anemone City.
Getragen
von
einer
sanften
Strömung,
die
dabei
half,
während
nur
eines
Tauchgangs
insgesamt
drei
Tauchplätze
zu
besuchen.
Besonders
schön
war
dabei
die
überaus
dichte
Population
an
mit
Clownsfischen
besetzten
Anemonen,
die
dem
Platz
Anemone
City
zu
seinem
Namen
verhalfen.
Kaum
zurück
auf
der
Voyager
gab
es
noch
auf
dem
Tauchdeck
leckeren
Orangensaft,
während
im
Salon
bereits
ein
ebenso
leckerer Snack bereit stand. Und während man diesen
genießen
konnte,
war
das
Schiff
schon
wieder
auf
dem
Weg
zum
nächsten
Platz,
den
wir
kurz
vor
Sonnenuntergang
erreichten.
Am
letzten
der
Türme
des
Alternative
Riffs,
sinnigerweise
als
Last
Alternative
bezeichnet,
machte
die
Crew
das
Schiff an fest installierten Ankerseilen fest.
Eine
knappe
Stunde
später
und
damit
weniger
als
zwei
Stunden
vom
Abendessen
entfernt,
ging
es
zum
Nachttauchen.
Und
auch
hier
war
wieder
Strömung
zu
verzeichnen.
Beim
Nachttauchen
eher
störend
als
hilfreich,
sucht
man
da
schon
mal
gerne
den ein oder anderen Strömungsschatten, um Rotfeuerfische oder schlafende Papageifische in Ruhe beobachten zu können.
Sie mag Papageifische
Er mag keine Muränen
Kaum
zurück
und
frisch
getrocknet,
lockte
das
Abendessen
und
anschließend
die
Planung
des
nächsten
Tages.
Um
die
geplanten
drei
Tauchgänge
pro
Tag
überhaupt
durchführen
zu
können,
hieß
es,
früh
anzufangen.
Und
früh
bedeutete
um
6:15
Uhr im Wasser zu sein. Also ernst gemeintes Wecken um 05:30, durchgeführt durch vernehmliches Klopfen an der Kabinentür.
Wobei das Schiff schon vorher vom Liegeplatz los gemacht hatte und auf Fahrt Richtung Dunraven gegangen war.
Und
der
sich
hier
schon
abzeichnende
Rhythmus
sollte
die
ganze
Tour
über
Bestand
haben.
Was
übrigens
die
Frage
nach
der
Uhrzeit
recht
schnell
überflüssig
machte.
Denn
den
Tagesablauf
konnte
man
mit
Hell,
Dunkel
und
Glocke
gemütlich
in
die
drei
primären
Zeiten
aufteilen.
Wobei
das
Aufstehen
meist
kurz
vor
Hell
stattfand,
das
Schlafen
jedoch
deutlich
nach
Dunkel,
wahrscheinlich so gegen 22:00 Uhr, genau weiß ich es nicht. Und überhaupt, wen interessiert's?
Was
die
Glocke
betrifft?
Nun
ja,
da
gab
es
zwei
Alternativen.
Läutete
sie,
bedeutete
es
Briefing
(Tauchen)
oder
Essen.
Nichts
anderes.
Und
es
gab
Tage,
da
läutete
sie
achtmal.
Und
es
gab
Momente,
da
stand
man
noch
im
Tauchanzug
an
Deck,
da
läutete
sie
schon
zum
Mittagessen
oder
zum
nachmittaglichen
Snack.
Nach
meiner
Definition
der
Bordzeit,
also
der
kurz
vor
Dunkel Imbiß.....
Es
ist
fast
zum
Schreien
Schade,
dass
die
Dunraven
kieloben
liegt.
Die
Mischung
aus
Dampf-
und
Segelschiff
ist
1876 gesunken und noch wirklich gut erhalten.
Dabei
ist
sie
sogar,
mit
Ausnahme
des
abgebrochenen
Bugteils,
über
die
gesamte
Länge
innen
recht
bequem
zu
betauchen.
Und
würde
es
nicht
kieloben
liegen,
wäre
es
eine
noch
um
einiges
bessere
Kulisse
für
Fotografen
und
Filmer.
Dennoch
ist
das
Betauchen
des
Wrack
ein
Erlebnis,
besonders
an
der
Bruchstelle
und
im
Heckbereich
mit
der
Schraube
und
dem
wirklich
gewaltigen
Ruder.
Doch
die
Dunraven war nur der Beginn.
Gleich
nach
dem
Tauchgang
ging
die
Ghazala
Voyager
auf
Westkurs.
Kreuzte
den
Kanal,
der
die
Sinaihalbinsel
von
Afrika trennt, mit den vorgelagerten Riffen von Abu Nuhas.
Noch
vor
dem
Mittagessen
tauchten
wir
zur
Carnatic.
Diese
ist,
so
wie
die
Dunraven,
ein
mehr
als
100
Jahre
altes
Dampf-
und
Segelschiff.
Dabei
liegt
die
Carnatic
jedoch
auf
der
Backbordseite
und
weist
insgesamt
weniger
Beschädigungen
auf.
Allerdings
sucht
man
auch
hier
Aufbauten
vergebens,
was
aber
konstruktionsbedingt
schiffstypisch
ist.
Überdies
ist
der
Platz
noch
bekannt
für
häufige
Delfinsichtungen.
Und
tatsächlich
war
das
ein
oder
andere
Geräusch
zu
hören,
so
dass
man
glauben
konnte, dass sie zumindest in der Nähe waren.
am Heck der Ghiannis D.
Den
Abschluß
des
Tags
bildete
die
Ghiannes
D.
Das
Schiff
ist
wie
die
Carnatic
aufs
Riff
gelaufen
und
gesunken,
steht
jedoch
mehr
oder
weniger
aufrecht.
Das
Heck
ist
sehr
gut
erhalten,
das
Mittelteil
jedoch
kaum
mehr
als
ein
Haufen
Schrott.
Der
Bug
hingegen
ist
wieder
in
gutem
Zustand.
Am
interessantesten
bleibt
aber
das
Heck,
in
welches
man
auch
hinein
tauchen
kann.
Selbst
ein
Abstieg
in
den
Maschinenraum
ist
möglich,
den
man
anschließend
über
die
Bruchstelle
wieder
verlassen
kann.
Es
ist
zwar
keine
Herausforderung
die
Brücke
zu
betauchen,
aber
es
kann
einem
im
wahrsten
Sinne
des
Wortes
die
Optik
knicken.
Der
Umstand,
dass
sich
das
Wrack
in
einer
Schräglage
von
gut
45
Grad
befindet,
bringt
beim
Tauchen
in
der
weiträumigen
Brücke
den
Gleichgewichtssinn
ins
Schwitzen.
Denn
die
Fensterfront
simuliert
eine
optische
Horizontlinie,
die
dem
allgemeinen
horizontalen
Tauchgefühl
deutlich
widerspricht.
Und
nicht
wenige
sind
versucht,
beim
Verlassen
der
Aufbauten
ein
Gefühl
der
Irritation regelrecht abzuschütteln.
Normalerweise
erwartet
man
im
Roten
Meer
Sichtweiten
von
mehr
als
30
Meter.
Eine
Sichtweite,
die
auch
beim
Abstieg
zur
Rosalie
Möller
zu
sehen
war.
Allerdings
nur
die
ersten
20
Meter,
denn
als
die
Umrisse
des
Wracks
aus
tiefblauem
Nichts
auftauchten,
reduzierte
sich
die
Sichtweite
auf
etwa
15
Meter.
Und
dennoch,
oder
gerade
deswegen,
war
es
ein
beeindruckender
Tauchgang.
Und
ein
überaus
lebendiger.
Egal,
wo
man
hinblickte,
zeigten
sich
Schwärme
von
Fischen.
So
viele,
dass
selbst
die
nachtaktiven
Rotfeuerfische
sich
Logenplätze
suchten
und
dem
Treiben
um
sie
herum
zusahen,
als
wäre
es ein besonders sehenswerter Kinofilm.
Das
Wrack
selbst
ist
bestens
erhalten
und
steht
aufrecht
in
45
Meter
Tiefe.
Allerdings
ist
es
nicht
empfehlenswert
tiefer
als
das
Hauptdeck
zu
tauchen,
was
eine
Durchschnittstiefe
von
33
Meter
bedeutet.
Auch
eine
komplette
Erkundung
des
Wracks
ist
wenig
sinnvoll.
Stattdessen
sollte
man
sich
für
den
vorderen,
oder
hinteren
Teil
entscheiden
und
diesem
dann
die
vollen
20
Minuten Grundzeit, die man hier hat, gönnen.
Eingang zur Brücke der Ghiannis D.
Am Heck der Carnatic
Reling der Rosalie Möller
Fischschwärme im Bereich der Aufbauten
Die
Thistlegorm
hingegen
ist
ein
Wrack,
das
erstmalig
von
Jaques
Cousteau
betaucht
und
dokumentiert
wurde.
Für
das
Sporttauchen
wiederentdeckt
wurde
es
durch
eine
Expedition
des
ZDF,
Mitte
der
90er
Jahre.
Seitdem
ist
die
Thistlegorm
wohl
das
beliebteste
Wrack
im
Roten
Meer
und
wird
entsprechend
betaucht.
Was
bedeutete,
dass
schon
um
10:00
Uhr
nicht
weniger
als
7
Schiffe
am
Tauchplatz
waren.
Allerdings
ist
die
Thistlegorm
groß
genug,
so
das
sich
auch
größere
Gruppen
bequem
über
das Wrack verteilen können.
Dabei muß man jedoch immer mit Strömung rechnen, die an diesem Tag von steuerbord nach backbord über das Wrack zog.
Allerdings
ist
es
einfach
bei
den
imposanten
Aufbauten
der
Thistlegorm
ausreichend
Strömungsschatten
zu
finden,
um
ohne
große
Anstrengung
vom
Bug
bis
zum
Heck
zu
kommen.
So
kann
man
den
ersten
Tauchgang
für
eine
äußere
Erkundung
des
Wracks
nutzen,
wobei
man
sich
zwischen
17
und
28
Meter
Tiefe
bewegt.
Den
zweiten
Tauchgang,
den
man
hier
unbedingt
machen sollte, führt einen dann ins Innere des Wracks.
Und lohnenswert sind hier die beiden großen Laderäume im Vorschiff.
Zwar
ist
es
vielleicht
nicht
jedermanns
Vergnügen,
sich
taucherisch
in
engen
Räumen
zu
bewegen,
jedoch
ist
es
hier
wirklich
empfehlenswert,
da
man
von
jeder
Position
aus
mit
wenigen
Flossenschlägen
den
zentralen
Ladeschacht
erreicht,
über
den
man das Innere verlassen kann.
Gewiss
gibt
es
noch
eine
Unzahl
weitere
Räume,
die
betauchbar
sind,
aber
um
wirklich
alles
zu
sehen,
dürften
auch
10
Tauchgänge
noch
zu
wenig
sein.
Doch
man
kann
ja
schließlich
wiederkommen
und
muß
nicht
versuchen,
alles
auf
einmal
zu
sehen.
So
hätte
diesmal,
nicht
allein
wegen
der
ungünstigen
Strömungsverhältnisse,
ein
Besuch
des
Umfelds
des
Wracks
mit
den
beiden
Lokomotiven
zuviel
Zeit
gekostet.
Aber
wie
gesagt,
man
kann
ja
wiederkommen.
Besondere
Tauchgänge
erfordern
manchmal
besonderen
Einsatz.
Besonders,
wenn
man
mal
wieder
zwei
Tauchplätze
auf
einmal
auf
dem
Programm
hat.
Wie
zum
Beispiel
in
Eel
Garden.
Der
dortige
Canyon
liegt
abseits
der
normalen
Tauchroute
und
überdies
in
gut
35
Metern
Tiefe.
Überaus
eng,
verwinkelt
und
mit
Löchern
im
Boden,
die
die
wahre
Tiefe
des
Canyons
nur
ahnen
lassen.
Dem
Besuch
des
Canyons
folgte
ein
Freiwasseraufstieg
auf
10
Meter
Tiefe
und
etwa
15
Minuten
Gepaddel
durch
nichts
als
Wasser.
Gut,
der
Grund
war
schemenhaft
zu
erkennen,
ein
paar
Fische
waren
um
uns
herum
und
über
uns
die
Sonne,
aber
sonst
nur
Wasser
und
Flossen.
Bis
schließlich
eine
senkrechte
Wand
auftauchte,
die
zum
Tauchplatz
Shark
Observatory
gehörte.
Den
Namen
trägt
der
Tauchplatz,
weil
vom
gut
20
Meter
über
dem
Wasser
liegenden
Plateau
aus
Haie
beobachtet
werden
können.
Jedenfalls
wenn
sie
denn
da
sind.
Diesmal
waren
sie
es
nicht,
obwohl
dieser
Wandertag
von
Tauchgang
gute
Chancen,
speziell
während des Freiwasserteils, für Haisichtungen geboten hatte. Leider waren die Haie weniger interessiert.
Die
nachfolgenden
Tauchgänge
an
Ras
Za'atar
und
Ras
Ghozlani
waren
mit
leichter
Strömung
versehen
und
gingen
nach
dem
Motto; "Immer an der Wand lang...."
Anschließend
erreichte
die
Voyager
eine
malerische
Bucht,
in
der
man
einen
wirklich
traumhaften
Sonnenuntergang
genießen
konnte.
Aber
damit
war
dieser
Tauchtag
noch
nicht
zu
Ende.
Denn
das
Schiff
hatte
direkt
an
einem
der
besten
Nachttauchplätze
festgemacht.
Und
der
hatte
tatsächlich
einiges
zu
bieten.
Von
jagenden
Rotfeuerfischen,
über
die
Schlafstätten
von
Papageifischen bis hin zu Haarsternen, Garnelen und einer wirklich stattlichen Muräne.
Nachttauchen: Muräne
Nachttauchen: Arabischer Kaiserfisch
Lauernd, regelrecht hypnotisch
und plötzlich unglaublich schnell
Nach
diesem
recht
ausgiebigen
Tauchtag
mit
insgesamt
4
Tauchgängen
machte
sich
die
Ghazala
Voyager
noch
vor
dem
Wecken
auf
den
Weg
zur
Straße
von
Tiran.
Die
dortigen
Tauchplätze
sind
berühmt
für
gute
Sichtweiten,
tollen
Bewuchs
und
guter
Chance
auf
Großfische.
Allerdings
auch
für
Wellen
und
Strömungen.
Doch
nicht
so
an
diesem
Tag.
Bestes
Wetter,
strahlende
Sonne,
kaum
Wind
und
ein
wirklich
spiegelglattes
Meer
empfing
uns.
Und
entsprechend
ruhig
glitten
die
Zodiacs
über die Wellen Richtung Jackson Riff. So ruhig, dass sogar Filmen während der Fahrt möglich war.
Doch
unter
Wasser
zeigte
das
Meer
ein
anderes
Gesicht
und
erwartete
uns
mit
einer
moderaten
Strömung,
die
kurz
vor
dem
nördlichen
Ende
des
Riffs
noch
einmal
richtig
anzog.
Leider
war
der
wirklich
große
Napolenfisch
etwas
zu
tief.
Zwar
war
er
immer
noch
gut
zu
sehen,
aber
zu
weit
weg
für
die
Kameras.
Richtig
Spaß
machte
es
dann
noch
einmal,
als
die
Strömung
uns
mit zunehmendem Tempo auf's Nordplateau trieb und sich dort auflöste. Mitten zwischen den schönsten Korallen.
Für
den
zweiten
Tauchgang
war
mal
wieder
etwas
besonderes
geplant.
Ein,
Ras
Goma
genanntes
Riff,
das
zwischen
Woodhouse
und
Jackson
Riff
liegt.
Von
der
Nordspitze
des
Woodhouse
stößt
man
in
25
Meter
Tiefe
auf
ein
Riff,
das
schräg
aufs
Jackson
Riff
zuläuft.
Um
aber
zum
Jackson
Riff
zu
gelangen,
muß
man
in
30
bis
35
Meter
Tiefe
queren.
Wobei
aber
im
gesamten
Bereich
von
Ras
Goma
mit
starker
Strömung
zu
rechnen
ist.
Nun,
diesmal
war
die
Strömung
gnädig,
was
dem
Tauchgang
zu
Gute
kam.
Aufgrund
der
außergewöhnlichen
Lage
und
Strömungsverhältnisse
ist
dieser
Tauch-gang,
der
beim
Woodhouse
Riff
beginnt
und
über
dieses
tiefe
Riff
zum
Jackson
Riff
führt,
eine
Angelegenheit,
die
nur
von
erfahrenen
Tauchern
angegangen
werden
sollte.
Allerdings
ist
ein
gemütlicher
Tauchgang
am
Woodhouse
Riff
auch
nicht
zu
verachten.
In
jedem
Fall
bequemer,
ebenso
sehenswert und eine wirklich gute Alternative zum Ras Goma Action Dive.
Der
letzte
Tauchgang
des
Tages
führte
zur
South
Lagoon
Outside.
Nachdem
die
Voyager
bereits
auf
der
Innenseite
den
Liegeplatz
für
die
Nacht
belegt
hatte,
bedeutete
dies
eine
etwas
längere
Zodiacfahrt
zum
Tauchgebiet.
Aber
bei
dem
immer
noch spiegelglatten Meer mehr ein Vergnügen als lästige Notwendigkeit.
Auch
die
South
Lagoon
präsentierte
uns
eine
nette
Strömung
die
Flosseneinsatz
größtenteils
überflüssig
machte
und
den
Tauchgang damit zu einem gemütlichen Abschluß des Tages machte.
Spiegelglattes Meer am Jackson Riff
Schneller als man glaubt
Recht zutraulicher Kugelfisch
Bequem in der South Lagoon
Berühmt
und
berüchtigt
ist
die
Straße
von
Tiran
wegen
der
4
Riffe,
Jackson,
Woodhouse,
Thomas
und
Gordon.
Diese
sind
die
Spitzen
von
unterseeischen
Bergen,
die
aus
bis
zu
250
Meter
Tiefe
aufragen
und
die
Engstelle
am
Eingang
zum
Golf
von
Aqaba
zu
einer
gefährlichen
Passage
für
Schiffe
machen.
Für
Taucher
hingegen
sind
sie
ein
Paradies
mit
abwechslungsreichen
Tauchgängen,
da
jedes
der
Riffe
einen
eigenen
Charakter
hat.
So
ist
das
Thomas
Riff
zwar
das
kleinste,
für
nicht
wenige
Taucher
aber
vielleicht
das
aufregendste.
Das
Riff
besteht
praktisch
nur
aus
Steilwänden
und
an
seiner
Ostseite
lockt
der
Thomas
Canyon.
Diese
Spalte
im
Riff
beginnt
in
etwas
über
30
Meter
Tiefe,
ist
anfangs
sehr
eng
und
wird
mit
zunehmender
Tiefe
breiter.
In
unregelmäßigen
Abständen
bilden
Felsbrocken
natürliche
Brücken,
unter
denen
man
hindurch
tauchen
kann.
Aber
schon
beim
Ersten
erreicht
man
40
Meter
und
der
Zweite
zwingt
einen
schon
auf
über
50
Meter.
Wie
gesagt,
mag
der
Canyon
zwar
für
viele
Taucher
ein
aufregendes
Erlebnis
und
lockendes
Ziel
sein,
aber
weiter
oben
und
speziell
in
den
Spalten
und Grotten der Steilwand gibt es wesentlich mehr zu sehen.
Ganz
anders
hingegen
das
Gordon
Riff.
Hier
findet
man
ausgedehnte
Sandflächen
und
einen
wirklich
fantastischen
Bewuchs.
Echte
Steilwände
gibt
es
kaum,
hier
sind
es
mehr
Steilhänge,
über
denen
ganze
Schwärme
junger
Wimpelfische
und
ebenso
junger und entsprechend kleiner Drückerfische in der Strömung nach Nahrung schnappen.
Interessant
ist
die
Untersuchung
der
Ölfässer,
die
hier
zu
finden
sind.
Das
Öl
hat
eine
feste,
gummiartige
Konsistenz
angenommen
und
kann
auch
angefasst
werden.
Nur
sollte
man
aufpassen,
dass
nichts
an
die
Ausrüstung
gelangt
und
darauf
achten, die Hände noch unter Wasser vollständig zu reinigen. Denn über Wasser ist das Zeug kaum noch abzukriegen.
Hat
man
die
Ölfässer
hinter
sich,
taucht
man
gemütlich
in
flacheres
Wasser
über
schneeweißen
Sand,
in
dem
sich
das
Licht
der
Sonne
in
den
Farben
des
Regenbogens
spiegelt.
Und
das
einzige,
worauf
man
aufpassen
muß,
ist,
dass
man
den
Feuerkorallen
nicht zu Nahe kommt, die es hier in großer Zahl gibt.
Spät
ist
es,
als
die
Voyager
die
Straße
von
Tiran
in
Richtung
Sharm
el
Sheikh
verläßt.
Es
ist
der
letzte
Tag
der
Tour
und
die
Sonne
steht
schon
weit
hinter
dem
Zenit.
Ein
wenig
Wehmut
macht
sich
breit,
bei
dem
Gedanken,
am
nächsten
Morgen
das
Schiff zu verlassen. Doch noch ist die Tour nicht zu Ende und ein letztes Mal legen die Zodiacs ab.
Ras
Umm
Sid,
ein
Platz
direkt
an
der
Küste.
Ein
Platz,
wo
ein
Steg
zur
Riffkante
führt
und
Schnorchler
und
Schwimmer
ins
Wasser gehen. Und ein Platz, der unter Wasser vielseitiger ist, als es scheint.
Zu
Beginn
findet
man
eine
Steilwand,
an
dessen
Ende
wohl
die
größte
Ansammlung
von
Fächerkorallen
steht,
die
sich
in
diesem
Teil
des
Roten
Meeres
finden
läßt.
Anschließend
beginnt
ein
Plateau,
gespickt
mit
schlanken
und
teilweise
bizarr
geformten
Felstürmen.
Und
wenn
man
dann
noch
einen
seltenen
Bogenstirn
Torpedorochen
findet,
hat
man
einfach
nur
noch
gute Laune.
Und
die
steigerte
sich
noch
an
Bord
der
Zodiacs.
Denn
die
recht
lange
Rückfahrt
zur
Voyager
bot
nicht
nur
abermals
spiegelglatte
See,
sondern
auch
den
Blick
auf
eine
traumhaften
Sonnenuntergang.
Schöner
geht's
nicht.
Und
wie
heißt
es
mit
recht; 'wenn's am schönsten ist, soll man aufhören.....'
(c) Herbert Böhm (Nov. 2009)
Juwelenbarsch
Bogenstirntorpedorochen
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